International gefeierte Interpreten, herausragende Aufführungen sowie die einzigartige und kostbare neoklassizistische Innenarchitektur verleihen der Mailänder Scala, einem der berühmtesten Opernhäuser der Welt, seit 1778 ein prominentes Publikum und eine bezaubernde Aura. Die Liste der Uraufführungen ist nicht nur lang, sondern zeigt vor allem die Prominenz des Opernhauses, für das sogar der Neubau der Kirche Santa Maria alla Scala abgerissen wurde. Zu den legendärsten gehören Bellinis Norma (1831) sowie Nabucco (1842), Otello (1887) oder Falstaff (1893) von Verdi und Madama Butterfly (1904) und Turandot (1926) von Puccini. So bekannt wie diese Opern sind auch die Interpreten, die in der Mailänder Scala regelmäßig auftreten – darunter Placido Domingo, Anna Netrebko oder Jonas Kaufmann, um nur ein paar Namen zu nennen.
Die neoklassizistische Fassade wirkt schlicht und elegant, das Innere gediegen und edel. Im Rahmen der fast dreijährigen Rekonstruktion, die im Dezember 2004 beendet wurde, baute man nicht nur komplett neue Gebäude für Bühnentechnik, Chor und Orchester, sondern restaurierte auch die Theaterräume aufwendig und originalgetreu. Wer heute im Rahmen einer Stadtführung die Scala besichtigt – einzeln ist der Besuch leider nicht gestattet – wird überwältigt sein von den großen kristallenen Leuchtern, dem hohen, hellen Foyer und dem in rotem Samt und Damast erstrahlenden Zuschauerraum, der bis zu 2.200 Gästen Platz bietet.